Michael Bloss

Bio

 
 

Über Mich

Mein Name ist Michael Bloss, ich komme aus Stuttgart und Europa ist mein Zuhause. Ich bin seit vielen Jahren in der internationalen Klimabewegung aktiv, war zwei Jahre lang Sprecher der Europäischen Grünen Jugend und zuletzt als Handelsreferent für die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europäischen Parlament, Ska Keller, tätig. Aktuell bin ich Sprecher der Grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden & Internationales.

Meine grünen Wurzeln gehen weit zurück: Die ersten aktivistischen Schritte habe ich noch zu Schulzeiten mit der Greenpeace Jugend gemacht. Jedes Wochenende standen wir in der Stuttgarter Innenstadt, um Passant*innen vom Atomausstieg und vom Waldsterben zu überzeugen. Wir haben Demonstrationen und Filmabende organisiert und uns nicht zuletzt selbst zu Vegetarier*innen bekehrt. Ich habe in dieser Zeit verstanden, dass ich gemeinsam mit anderen politisch etwas verändern kann - und das will ich auch heute noch. Von Ende Gelände, über die Klimakonferenzen in Paris, Warschau und Kopenhagen, bis hin zu Demonstrationen in Athen bin ich in den vergangen Jahren durch Europa gereist, habe Aktivist*innen getroffen und immer wieder neue Perspektiven entdeckt.

Vor und während meiner Studienzeit hat es mich nach Ghana und Tansania gezogen. Die krasse Armut bei gleichzeitigem Ressourcenreichtum erschien mir ungerecht und unerklärlich: Ein Widerspruch, der mich während meines Studiums angetrieben hat globale Strukturen zu verstehen und Alternativen für die internationale Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei ist mir auch klar geworden, dass die richtigen Hebel für eine friedlichere und gerechtere Welt in Brüssel betätigt werden: Dort können wir europäische Handelspolitik so gestalten, dass die afrikanischen Länder echte Chancen zur eigenständigen Entwicklung haben.

Das Europäische Parlament und die politische Welt in der „Hauptstadt Europas“ habe ich zuerst bei der Europäischen Grünen Jugend (FYEG) kennengelernt. 2013 wurde ich dort zum Sprecher gewählt. Zusammen mit unseren Mitgliedern von Bukarest bis Göteborg haben wir gegen die Sparpolitik aufbegehrt und ein ökologisches und soziales Europa gefordert. Mit der Kampagne zur letzten Europawahl konnten wir vielen jungen Menschen das Gefühl zurückgeben, dass es sich lohnt selbst Politik zu machen. Unsere politische Ambition und Solidarität ist dabei nicht auf die EU begrenzt. Deshalb waren wir auch im Gezi-Park und bei der georgischen Pride dabei.

Die Zeit bei FYEG hat mir verdeutlicht, was ich an Europa liebe: Den Willen, in Frieden und Solidarität zusammen zu leben, zu diskutieren und Kompromisse zu finden. Wie wertvoll das ist, habe ich auch auf meinen Reisen in die Kriegs- und Krisengebiete dieser Welt gelernt. Zuerst im Ost-Kongo und zuletzt auch in Afghanistan. Friedliches Zusammenleben in Freiheit ist das höchste Ziel politischen Wirkens. Wir als Europäer*innen tragen dafür eine besondere Verantwortung. Wir können und müssen diese nach Innen und nach Außen leben.

Ich bewerbe mich deshalb bei Bündnis90/ Die Grünen für das Europaparlament. Dort will ich mein Engagement für eine ökologische, friedliche und gerechte Europäische Union auf alten Wegen und mit neuen Mitteln fortsetzen.

 

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